neuRo Nurse Academy Tag der Pflegenden
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Der internationale Tag der Pflegenden −
ein Tag, der uns alle angeht

Unter dem Motto „In die Pflege investieren und Rechte respektieren für globale Gesundheit“ wird in diesem Jahr am 12. Mai der Tag der Pflegenden gefeiert. Das diesjährige Motto soll darauf hinweisen, dass Pflegende mehr Investitionen benötigen, um eine hohe Pflegequalität zu gewährleisten und damit ihre wichtige Rolle im Gesundheitssystem ausfüllen zu können. Ganz besonders die Corona-Pandemie zeigt uns allen, wie wichtig Pflegende für unser Gesundheitssystem sind.

Wertschätzung steigern und Missstände hervorheben

Der Tag zu Ehren der weltweit tätigen Pflegekräfte wurde 1965 ins Leben gerufen und soll an den Geburtstag von Florence Nightingale am 12. Mai 1820 erinnern, die als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege gilt. Seit Januar 1974 wurde in Deutschland der 12. Mai als fester Tag offiziell festgelegt. An diesem Tag sollte zunächst die Arbeit von Krankenschwestern gewürdigt werden. In Deutschland hieß er deshalb zunächst auch „Internationaler Tag der Krankenschwestern“, wurde dann aber zeitgemäß in den „Internationalen Tag der Pflegenden“ umbenannt, um das gesamte medizinische Fachpersonal zu adressieren.

Vor allem die Corona-Pandemie hat in den letzten Jahren die Missstände in der Pflege aufgedeckt und die viel zu geringe Wertschätzung der Pflegenden durch die Politik und Wirtschaft deutlich gemacht. Niedrige Löhne, Überstunden, Unterbesetzung – die schlechten Arbeitsbedingungen von Pflegekräften zeugen von mangelnder Wertschätzung für den so wichtigen Pflegeberuf. Durch den Internationalen Tag der Pflegenden soll mit Nachdruck auf diese Missstände hingewiesen werden. Weltweit finden darum zahlreiche Veranstaltungen statt wie zum Beispiel eine jährlich abgehaltene Messe in Londons Westminster Abbey, die „National Nursing Week“ in den USA oder (Online)-Kongresse und Aktionstage in ganz Deutschland.

Bindeglied im Praxisalltag

Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte stellen ein unentbehrliches Bindeglied zwischen Ärzt:innen und Patient:innen in Klinik und Praxis dar. Sie fangen Betroffene sowie Angehörige nach der Diagnose auf, begleiten sie über den gesamten Therapieverlauf und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. In speziellen Sprechstunden gehen Pflegefachkräfte intensiv auf die individuellen Bedürfnisse und Fragen einzelner Patient:innen ein – im hektischen Praxisalltag fehlt Ärzt:innen hierfür häufig die Zeit. Und auch während der Corona-Pandemie hängt die Behandlung der Patient:innen nicht nur von den  Ärzt:innen ab, sondern auch maßgeblich davon, ob ausreichend Pflegepersonal zur Verfügung steht.

Auch für Patient:innen mit NMOSD und MS ist die Unterstützung durch Pflegekräfte und medizinische Fachangestellte unverzichtbar. Neben organisatorischen Fragen rund um die Therapie können sie individuell auf die Betroffenen eingehen. Wenn zum Beispiel eine Infusionstherapie ansteht, kommen oft viele Fragen auf. Spezialisierte Pflegekräfte können vor, während und nach der Therapie nicht nur rein inhaltliche Fragen beantworten, sondern auf Gefühle, Bedürfnisse oder auch aufkommende Ängste eingehen.

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